Die von der Regensburger Künstlerin Kathrin Frank gestaltete Karte ist im Dr. Peter Morsbach-Verlag erschienen und das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Welterbekoordination und dem Amt für Stadtentwicklung. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von Dr. Eugen Trapp und Matthias Freitag.
Die Welterbekarte ist für einen Euro in der Tourist-Info im Alten Rathaus, im Buchhandel, in Regensburger Hotels und Pensionen und in ausgewählten Museen erhältlich.
Nach der Präsentation der Karte in der Regensburger Tourist-Info fand der neue Stadtplan jedenfalls reißenden Absatz. Das außergewöhnliche Design der Karte macht wohl nicht nur Touristen Lust darauf, das „echte“ Regensburg zu erleben. Übrigens: Die Karte wird es bald auch in englischer und italienischer Sprache geben.
]]>Projekttreffen im italienischen Neapel vom 17.-19. November 2010
Unter der Leitung der Stadt Regensburg arbeiten die genannten neun Städte im Rahmen der Kooperation ‚ HerO - Heritage as Opportunity’ seit April 2008 eng zusammen. Ziel des Austauschs ist die gemeinsame Erarbeitung von Strategien zur nachhaltigen Entwicklung historischer Stadtlandschaften. Zentrale Idee von HerO ist dabei, das gebaute kulturelle Erbe nicht als Hürde, sondern als Chance und Entwicklungsmotor für soziale wie wirtschaftliche Aktivitäten zu nutzen (daher der Projektname: Heritage as Opportunity = Kulturerbe als Chance). Das Projekt wird über das europäische Programm für nachhaltige Stadtentwicklung URBACT mit etwa 650.000 Euro gefördert.
Die Stadt Neapel nutzte die Gelegenheit, verschiedene Projekte zum Thema vor Ort vorzustellen und präsentierte den HerO-Partnern u.a. die in Zusammenarbeit mit Studenten der Universität geplante Aufwertung der Piazza Mercato, Kunstprojekte in den U-Bahn-Stationen, Handwerkskunst in einem traditionellen Goldschmiedeviertel sowie archäologische Grabungen an einem historischen Amphitheater, das mittlerweile in Teilen von Wohnhäusern überbaut ist.
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Die Ausstellung bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Medieninstallationen, Spielstationen und klassischen Exponaten und Objekten. So können sich die Besucher zum Beispiel an einen interaktiven Globus über alle Welterbestätten informieren oder einen Blick in das Leben mittelalterliche Leben der Wahlenstraße werfen. Auch zur Entwicklung der Stadt, zur Steinernen Brücke und zum Reichtag gibt es für Regensburg-Neulinge und -Kenner Spannendes zu entdecken.Nach Rom und Mailand ist Neapel mit etwa einer Million Einwohner die drittgrößte Stadt Italiens und Hauptstadt der Region Kampanien. Die Stadt hat ihren Ursprung bereits im 6. Jahrhundert vor Christus, als griechische Siedler die Stadt Partenope gründeten. 470 nach Christus erbauten sie dann Neapolis. Bis heute weist Neapel Spuren der verschiedensten aufeinanderfolgenden Kulturen Europas und des Mittelmeerraums auf. Zahlreiche Baudenkmäler charakterisieren das historische Zentrum, darunter die Kirche Santa Chiara und das Castel Nuovo.
Während Neapel gemessen an der Zahl der Einwohner eine Großstadt ist, ist sie flächenmäßig betrachtet eine relativ kleine Stadt. Die Rekorddichte von 8.315 Einwohnern/km² bringt große Herausforderungen mit sich. Hinzu kommen eine hohe Arbeitslosigkeit (17,8%), ein Arbeitsmarkt, der gekennzeichnet ist von fehlenden privaten Aktivitäten, ein niedriges Bildungsniveau, sanierungsbedürftige Baudenkmäler (sowohl in öffentlichem als auch in privatem Besitz), ein niedriger Wohnungsstandard sowie bedenkliche Umweltbelastungen, hervorgerufen durch ein hohes Verkehrsaufkommen in der Stadt (hohe Lärmbelastung und starke Luftverschmutzung).
Die wesentlichen Herausforderungen, die Neapel im Rahmen des Projektes HerO aufgreifen möchte, sind u.a. die physische, kulturelle und wirtschaftliche Aufwertung der historischen Innenstadt (dabei gilt es, Gentrifizierung und die Ausbeutung des Potentials von Tourismus und Kultur zu vermeiden), die Instandsetzung sanierungsbedürftiger Baudenkmäler und die vorsichtige Integration zeitgenössischer Architektur in die historische Stadtlandschaft.
Weitere Informationen zu Neapel: www.comune.napoli.it
Weitere Informationen zum EU-Projekt HerO unter: www.urbact.eu/hero
Die Filmproduktionen müssen sich auf von der UNESCO als Welterbe anerkannte Stätten oder als Immaterielles Kulturerbe anerkannte kulturelle Ausdrucksformen beziehen und nach dem 1. Januar 2009 realisiert worden sein. Sie dürfen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten.
Ein Erläuterungstext zum Film ist in den Sprachen Englisch, Französisch oder Spanisch beizufügen und bis zum 31. Dezember 2010 an die Association d’Igualada in Barcelona zu senden.
Die eingereichten Filme werden vier Kategorien zugeordnet:
1. Institutionen
2. Unternehmen aus dem Bereich audiovisuelle Medien
3. Einzelpersonen und Amateure
4. UNESCO-Projektschulen
Eine Jury mit Mitgliedern aus den Bereichen Kommunikation, Medien und Kultur vergibt jeweils einen Preis in den genannten Kategorien.
Die UNESCO Audiovisual Platform dient der Förderung audiovisueller Produktionen zu UNESCO-Welterbestätten sowie zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Ihre Online-Plattform ist ein multikultureller Onlinekatalog für unabhängige Produzenten und Personen aus audiovisuellen Medien. Durch das Angebot eines Förder- und Marketingwerkzeugs werden unabhängige Filmemacher und Produzenten unterstützt. Die Online-Plattform stellt eine internationale Programmquelle für Personen aus Fernsehen und Hörfunk, Organisatoren von Festivals und andere interessierte Institutionen dar.
Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind abrufbar unter:
http://creativecontent.unesco.org
Durch den Fernhandel entwickelte sich Regensburg im Mittelalter zu einer blühenden Stadt. Der Reichtum der Kaufleute drückte sich in einer imponierenden Architektur aus. Heute befindet sich eine Vielfalt an Geschäften, Boutiquen und Läden in den historischen Baudenkmälern.
Eine Tatsache, die selbst Einheimischen oft nicht bewusst ist.
Gemeinsam mit 24 beteiligten Einzelhändlern hat die Stadt Regensburg die Aktion „Einkaufserlebnis Welterbe“ ins Leben gerufen. Anhand von Steckbriefen können sich Interessierte einen Überblick über die Geschichte der Gebäude und die heutige Nutzung machen. Die „Steckbriefe“ liegen ab dem 10. Oktober in deutscher und englischer Sprache in den beteiligten Betrieben kostenlos aus.
Alle teilnehmenden Geschäfte können der beigefügten Übersichtskarte entnommen werden. Mit einer Plakette an den Schaufenstern weisen die Einzelhandelsbetriebe außerdem auf ihre Teilnahme hin. Weitere interessante Informationen rund ums „Einkaufserlebnis Welterbe“ und die Übersichtskarte mit allen Geschäften erhalten Sie ab dem 10. Oktober auch in der Tourist Information am Rathausplatz sowie auf der Welterbe-Internetseite der Stadt Regensburg: www.welterbe-regensburg.de
Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.regensburg.de/kultur
oder
http://www.regensburg.de/kultur/jahresthemen/jahresthema-2010/orgelmusik-aus-dem-schwalbennest/33099
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Oberbürgermeister Hans Schaidinger freute sich über die positive Entscheidung: „Wir haben jetzt im Jahr 2009 und 2010 insgesamt 10 Millionen Euro Förderung für Regensburg einwerben können. Das ist ein wirklich großer Erfolg für die Stadt. Besonders freut mich, dass die beiden Kirchenprojekte, St. Kassian und die Neupfarrkirche, für die ich mich persönlich sehr eingesetzt habe, vom Bund eine finanzielle Unterstützung erhalten.“
Die Anträge für das Konjunkturförderprogramm wurden von der städtischen Welterbekoordination in Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachämtern erstellt. Auf Basis dieser Anträge hat die Expertenkommission dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Förderung von vier Maßnahmen in Regensburg empfohlen.
Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann betonte gemeinsam mit Welterbekoordinator Matthias Ripp: „Unser Einsatz hat sich gelohnt, so dass aus den gut vorbereiteten Anträgen vier Projekte ausgewählt wurden. Das zeigt einmal mehr, dass der Welterbetitel nicht nur ideellen Wert hat, sondern auch sehr handfeste Unterstützung bei den anstehenden Sanierungsaufgaben bietet. Unsere professionelle Koordinierungsarbeit hat sich bezahlt gemacht.“
Auch Wirtschafts- und Finanzreferent Dieter Daminger äußert sich zufrieden über die Zuwendung: „Ohne diese Förderzusagen könnten wir einige Maßnahmen mit Sicherheit nicht so rasch realisieren.”
Die Auszahlung der Fördergelder setzt noch in diesem Jahr ein, die Projekte müssen bis 2014 abgeschlossen werden.
Das BMVBS stellt im Rahmen des Programms für diesen Zeitraum 70 Millionen Euro für deutsche Welterbestätte bereit.
Insgesamt wurden beim Bund Förderanträge für rund
480 Millionen Euro eingereicht.
Förderprojekte 2010
Projekte, die 2010 zur Förderung aus dem „Sonderinvestitionsprogramm Nationale UNESCO-Welterbestätten“ ausgewählt wurden:
Sanierung des Dalberg- Palais, Regensburger Haus der Musik:
Förderung 1 Million Euro
Im ehemaligen Polizeipräsidium am Bismarckplatz 1 soll nach Erwerb des Gebäudes durch die Stadt Regensburg eine zukunftsweisende Kulturfunktion „in Sachen Musik“ etabliert werden.
Energie zum Heizen und Kühlen aus Abwasser für das Neubaugebiet Donaumarkt:
Fördersumme 500.000 Euro
Herzstück bilden ein circa 100 Meter langer Wärmetauscher, der dem Abwasser die Energie entzieht, und eine Wärmepumpe, die diese für die Beheizung oder Kühlung von Gebäuden nutzbar macht.
Gesamtinstandsetzung der Neupfarrkirche:
Förderung 629.800 Euro
Die im 16. Jahrhundert erbaute und im 19. Jahrhundert vollendete Evangelisch-Lutherische Neupfarrkirche soll in wissenschaftlich wie technisch vorbildlicher Weise restauriert und in eine gesicherte Zukunft geführt werden.
Restaurierung der Wand- und Deckenfresken im Zuge der Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche St. Kassian: Förderung 266.800 Euro
In der Stiftspfarrkirche St. Kassian sollen vordringlich die Fresken restauriert und dadurch erhalten werden.
Nachrichtlich:
Förderprojekte 2009
Projekte, die bereits letztes Jahr ausgewählt wurden und derzeit umgesetzt werden:
Instandsetzung der Steinernen Brücke:
Förderung 5 Millionen Euro
Sanierung der Römermauer:
Förderung 1,1 Millionen Euro
Realisierung des Informationszentrums Welterbe im Salzstadel:
Förderung 1 Million Euro
Mauersanierung an der ehemaligen Königlichen Villa: Förderung 227.000 Euro
Document Niedermünster:
Förderung 173.000 Euro
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